LILI On myself machte ich mit vier Jahren meine ersten Interviews: Selbstgespräche mit verstellten Stimmen.On tape gabs dann acht Jahre später kleine Radiointerviews mit Freundinnen.On air war ich später im Uniradio, dann kurz Privatradio, jetzt bei Fritz.Da bin ich jetzt Reporterin und Moderatorin von Trackback, der Show mit Internet und so. Und das liest man... am liebsten Gabriel Garcia Marquez
Und dort surft man... interessante Blogs und gute Nachrichtenseiten
Und das hört man in der Redaktion... Fritz und neue Musik
Und dahin reist man... meistens Frankreich und Spanien, gerne mal Japan
Und diese Platte kauft man... die erste war Jamiroquai mit "Cosmic Girl", die letzte Bonobo "Black Sands"
Und dorthin geht man... wo ich mich gerade wohlfühle
Und darüber lacht man... was ist heiß und rennt über die Wiese? ein Kaminchen. was ist weiß und versteckt sich hinterm Baum? die schüchterne Milch. usw
Und das schmeckt man... thailändisch
Und das sieht man... How I met your mother, The Office, Independent- und Kurzfilme Und das fragt man... wofür steht Lili? ist Lilian ein Jungenname? sind Sie mit diesem Dirigenten verwandt?
Und so entspannt man... Yoga, schlafen, tanzen, schwimmen
Es kommen härtere Tage. Die auf Widerruf
gestundete Zeit wird sichtbar am Horizont. Bald musst du den Schuh
schnüren und die Hunde zurückjagen in die Marschhöfe. Denn
die Eingeweide der Fische sind kalt geworden im Wind. Ärmlich brennt das
Licht der Lupinen. Dein Blick spurt im Nebel: die auf Widerruf gestundete
Zeit wird sichtbar am Horizont.
Drüben versinkt dir die Geliebte im
Sand, er steigt um ihr wehendes Haar, er fällt ihr ins Wort, er
befiehlt ihr zu schweigen, er findet sie sterblich und willig dem
Abschied nach jeder Umarmung.
Sieh dich nicht um. Schnür deinen
Schuh. Jag die Hunde zurück. Wirf die Fische ins Meer. Lösch die
Lupinen!
Es kommen härtere Tage.
Ingeborg Bachmann
Der Debutroman "Schlechte Gesellschaft" von Katharina Born
Der wilde Westerwald als Lustgarten.
Wenn man die Westerwald-Saga der Katharina Born von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart verfolgt und nicht anders kann, als diesen Familienroman in einem Zug zu lesen, will man sich danach noch einmal in einzelne Kapitel und Episoden vertiefen. Einmal, um auch die poetischen Passagen zu genießen, die den Westerwald mitunter in einen Lustgarten verwandeln, zum anderen, um diese von schönen Mädchen, zwielichtigen Helden, Hungermäulern, Uniformträgern und Unholden bevölkerte Landschaft als das verlorene Paradies zu erleben, aus dem die Menschen vertrieben werden. Katharina Born hat die filmartigen „Takes“ dieses Romans auf verschiedenen Ebenen des Prosatextes fast wie ein Drehbuch komponiert. Es sind prächtige Inszenierungen mit Anmerkungen voll ironischer, provozierender Literaturkritik. Das ist die Partitur einer Lebens, - Leidens, - und Familiengeschichte – immer nah bei den Lesern und dicht an den Schnittpunkten mit der Zeitgeschichte.
Katharina Born gewinnt den Niedersachsenpreis 2010 Katharina Born erhält Jahresstipendium für Roman Hannover (dpa/lni) - Die Schriftstellerin Katharina Born erhält das niedersächsische Jahresstipendium für Literatur, um einen von ihr konzipierten Roman über die Lebensgeschichte eines jüdischen Flüchtlings zu schreiben. Das Stipendium ist mit 14 000 Euro dotiert, teilte das Kulturministerium am Freitag mit. Born wurde bereits mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet und ist die Tochter des Autors Nicolas Born (1937-1979), nach dem der niedersächsische Literaturpreis benannt ist. Borns Roman basiert auf den Erzählungen eines Onkels und eigenen historischen Recherchen. Die 36-Jährige lebt in Paris und bei Dannenberg. Beim Klagenfurter Literaturwettbewerk (Ingeborg-Bachmann-Preis 2009) gewann sie den Willnerpreis für ihren Prossa-Text "Fifty-fifty". Katharina ist die einzige weibliche Preisträgerin beim Bachmannwettbewerb seit 2008. Born lebt heute als Kulturjournalistin und Übersetzerin in Paris. Sie erhielt den Rheinlandpfälzischen Literaturpreis (Georg K. Glaser-Preis) für Literatur 2008. In «Melsbacher Hohl» erzählt sie aus dem Leben einer jugendlichen Dorfschönheit im 19. Jahrhundert, nach dem Urteil der Jury mit großem Talent.
Zu Guttenbergs Unschuld Kommentar von Karl F.M. Der extrem phantasiebegabte Karl verfasste spannende Schriften über die USA und die Türkei. Einmal unternahm er mit seiner schönen Gemahlin eine Orientreise. Karl wurde außerordentlich rasch beliebt und berühmt, ein Meister des Worts und Verfechter von Primärtugenden. Er ließ sich auch gern in Uniformen bewundern. Aber er konnte nicht immer Phantasie und Wirklichkeit unterscheiden, weshalb ihn die Presse scharf attackierte. Es gab sogar Strafverfahren gegen ihn. Wahrscheinlich war er aber unschuldig. Er litt unter sogenannter Pseudologia phantastica (abnorme Fabulierkunst). Schließlich musste er auf das Führen des Doktortitels verzichten. Seine Popularität ist aber bis heute ungebrochen, sein Name: Karl May. Unbewusste Täuschung ist kein seltenes Phänomen. Auch Karl zu Guttenberg kann nichts dafür. Er wurde rasch beliebt und bekannt, ein großer Rhetoriker und Verfechter von Tugenden, Recht und Anstand. Er ließ sich auch gern in Uniform ablichten. Doch er wurde heftig kritisiert wegen seiner Schriften über die USA und die Türkei sowie wegen einer Orientreise mit seiner schönen Frau. Es wurde auch ein Strafverfahren wegen seiner fehlerhaften Doktorarbei gegen ihn eröffnet. Millionen Fernsehzuschauer haben allerdings zur Kenntnis nehmen können, er sei seiner Meinung nach unschuldig (kein Plagiat!). Denn er selbst habe beim Blick in den Spiegel festgestellt, dass er niemanden bewusst getäuscht habe. Schließlich musste er auf das Führen des Doktortitels verzichten. Die Medien griffen ihn zwar immer schärfer an, so dass er alle Ämter niederlegte; aber seine Popularität ist bis heute ungebrochen. Die meisten Menschen vertrauen Karl. Auch ich; denn er hat seine Universität und die Öffentlichkeit allenfalls unbewusst getäuscht. Natürlich kann auch das Spiegelbild täuschen. Diesem tragischen Irrtum sind z. B. schon viele Narzissten zum Opfer gefallen - wie einst ein schöner selbstverliebter Knabe.
Mechthilde Kütemeyer, Köln
"Körperbewußtsein"
Sigmund Freud, Pierre Janet
Von Schillers „Philosophie der Physiologie“
bis zu Freuds Psychoanalyse -
auf dem Weg zu einer sensiblen Neurologie
- „ …früher war auch die Zukunft besser“ Karl Valentin
Arbeitsgemeinschaft Psychosomatik und Neurologie (AGPN)
In der Neurologie spielen psychosomatische Probleme eine besondere Rolle: Die Diagnose einer psychogenen Störung (Anfälle, psychogene Lähmung und andere Bewegungsstörungen, psychogene Schmerzen) und ihre Differenzierung von neurologischen Störungen gehört zu den primären neurologischen Aufgaben. Viele psychogene Störungen gehen mit neurologisch anmutenden Beschwerden einher (Schwindel, Parästhesien, Schmerzen) und werden deshalb mit neurologischen Erkrankungen verwechselt. Umgekehrt führen neurologische – vor allem zerebrale – Erkrankungen häufig zu psychopathologischen Symptomen und erwecken leicht den Eindruck einer psychischen Krankheit. Beginn und Verlauf neurologischer Erkrankungen werden durch biographische Krisen mitbestimmt, die diagnostisch und therapeutisch gleichrangig Beachtung finden müssen. Darüber hinaus sind viele neurologische Erkrankungen durch psychogene Ausgestaltungen kompliziert (z.B. phobische Gangstörung nach TIA, bei Myasthenie, MS und Parkinsonsyndrom), die bei der Behandlung in den Vordergrund treten.
Für solche diagnostischen und therapeutischen Aufgaben, die ohne Beachtung der – bewussten und unbewussten – Affekte der Patienten und ohne die Affekte zwischen Arzt und Patient nicht zu lösen sind, setzt sich die „Arbeitsgemeinschaft Psychosomatik und Neurologie“ (AGPN) ein. Im Zentrum der gemeinsamen Arbeit steht auch die Frage: Welche Kriterien muss eine Forschung und Wissenschaft erfüllen, die den kommunikativen, psychodynamischen Aspekten der Neurologie angemessen sind.
In der AGPN haben sich seit 1997 niedergelassene sowie klinisch und wissenschaftlich tätige Neurolog/inn/en – und andere Gesundheitsarbeiter/innen im Bereich der Neurologie, Epileptologie und Psychosomatik - aus verschiedenen Städten zusammengeschlossen. Folgende Formen des Austauschs haben sich bewährt:
· Gegenseitige Mitteilungen über diagnostische und therapeutische Erfahrungen, z. B. mit Rundbriefen
· Erproben verschiedener Formen kommunikativer und narrativer neurologischer Forschung
· gemeinsames Studium aktueller und älterer Publikationen, die für die genannten Fragen ergiebig sind, etwa von JM Charcot, Pierre Janet, Sigmund Freud, Paul Schilder, Kurt Goldstein, Viktor von Weizsäcker, Paul Vogel, Alexander R. Lurija, Oliver Sacks, Eric Kandel, Marc Solms u. a.
· Herstellen von Videos und Lehrfilmen über besondere klinische Phänomene und ihre narrative/kommunikative Untersuchung und Behandlung
· Fortbildungsveranstaltungen, Vorträge, Balintgruppen für Neurologen.
· Symposien, auf denen die wichtigsten Ergebnisse der Zusammenarbeit vorgetragen und diskutiert werden
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Prof. Winfried Kahlke hielt einen Vortrag auf dem Symposium und moderierte das Rundgespräch zum Jubiläumsjahr 2009. Auf dem Ärztetag hatte er mit seinem erfolgreichen Plädoyer gegen die elektronische Gesundkeitskarte großen Erfolg.
Julian Masuhr gewinnt 1. Preis für seine in Zell vorgetrage Studie: Julian Masuhr’s Honors:1st Price in the Design Competition MobileHCI 2009 with Concept Study "Anwish", Bonn 2009 http://www.linkedin.com/in/masuhr